Verbrauchsabhängige Abrechnung für Merchants, SaaS & Co.

Wirft man einen Blick auf verschiedene Konzepte des strategischen Managements, kommt man in der Theorie an Themen wie der Portfolioanalyse, Produktlebenszyklen oder Stärken-Schwächen-Analysen oft nicht vorbei. Der Grundgedanke dahinter ist meist der Gleiche: durch welche Kombination von strategischen Geschäftseinheiten (das können einzelne Produkte oder für größere Unternehmen auch ganze Abteilungen sein) können die Unternehmensziele in Zukunft bestmöglich erreicht werden?

Da jedes Produkt einen natürlichen Prozess von der Einführung bis zum Austritt durchläuft, gilt es, ein möglichst ausgewogenes Portfolio verschiedener Produkte in verschiedenen Stadien am Laufen zu halten. Einfacher ausgedrückt: um mein Unternehmen langfristig abzusichern, muss ich meine Karten gut verteilen.

 

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Verschiedene Abrechnungsmodelle für Produkttyp und Geschäftsmodell

Dabei lässt sich ein Produkt über eine Vielzahl von Charakteristika unterscheiden: biete ich als Online-Unternehmer beispielsweise eine SaaS-Leistung an, kann ich meine Produkte u.a. im genauen Leistungsumfang, der eingeschlossenen Servicestufe, den Abrechnungsmethoden gegenüber meinen Kunden und vielen weiteren großen und kleinen Merkmalen differenzieren. Besonders letzteres macht klar: biete ich unterschiedliche Produktarten, bestehen auch unterschiedliche Möglichkeiten, diese abzurechnen. Anders betrachtet lässt sich auch eine für sich bestimmte Leistung über verschiedene Modelle abrechnen.  Angefangen bei der klassischen Einzelzahlung bzw. Einzelabrechnung, ist eine ganze Reihe weiterer Modelle je nach Produkttyp denkbar:

  • Abonnements bezeichnen die klassische Abo-Abrechnung von z.B. monatlichen Mitgliedschaften, Aboboxen, Software-as-a-Service Produkten oder auch Flat-Rate-Tarifen. Ob Ware oder Dienstleistung – eine ganze Palette an Produkten lässt sich heute schon per Abo buchen. Der User bzw. Kunde bezahlt einen i.d.R. gleichbleibenden Betrag. Dieser wird für die gesamte Dauer der Abolaufzeit wiederkehrend und automatisiert abgerechnet.

    Verbrauchsabhängige Abrechnung für Merchants, SaaS & Co.

    Das klassische Abonnement: ein Fixpreis mit wiederkehrender Abrechnung bei onbelle

  • Add-Ons: wie der Name schon sagt, geht es hier um “hinzugefügte, erweiterte” Produkte. Damit sind Produkte gemeint, die selbst kein Abonnement darstellen und dementsprechend keine eigene Laufzeit- oder Abo-Logik haben, sondern sich an anderen, bestehenden Abos orientieren. So lassen sich z.B. Zusatzprodukte im Rahmen eines Abonnoments zu einem einmaligen Preis einfach mit hinzu- oder wieder wegbuchen. Klassische Beispiele sind Softwarepakete, die zwar monatlich per Abo abgerechnet werden, als Add-On aber zusätzlich noch einen extra Benutzerzugriff, Virenschutz, priorisierten Support oder die Freischaltung von Premium-Funktionen anbieten. Wer es schafft, kluge Add-Ons in sein Produktportfolio aufzunehmen, wird sowohl den Umsatz pro Kunde, als auch die Intensität seiner Beziehung zu Ihrem Unternehmen steigern.
  • Freemium-Produkte bezeichnen genau gesagt eine Mischung aus Free und Premium: der Kunde soll also ein Produkt bzw. eine Leistung gratis erhalten, muss jedoch für Upgrades oder den Premium-Zugang bezahlen. Seitens der Kunden sind solche Tarife natürlich beliebt, geben sie doch die Möglichkeit, das Basisprodukt – wenn auch mit einem eingeschränkten Funktionsumfang – dauerhaft zu nutzen und einen Service erst einmal kennenzulernen ohne direkt bezahlen zu müssen. Der Anbieter hingegen verfolgt natürlich u.a. das Ziel, den Kunden zu locken, an das Produkt zu gewöhnen, ihn dadurch zu binden und letztlich zur Conversion auf das Premium-Produkt zu bewegen. Und klar: ein Freemium-User liefert oft wertvollen Input, der es erlaubt, Schwachstellen aufzudecken und das Produkt zu verbessern.
  • Auch gibt es die Möglichkeit, bestimmte Produkte oder Geschäftsmodelle nach Leistung bzw. Verbrauch und damit individuelle Kosten nach dem tatsächlichen Aufwand abzurechnen. Das kann beispielsweise für Mobilfunkanbieter relevant sein, die neben der klassischen Flat-Rate einen verbrauchsbasierten Tarif anbieten. Obwohl die gleiche Kernleistung angeboten wird, helfen verschiedene Abrechnungsmethoden,  das Produkt für eine Zielgruppe anzupassen, eine neue Leistung zu schaffen und somit die Produktpalette diversifiziert zu gestalten. Auch Online-Marktplätze rechnen oft verbrauchsabhängig ab, solange sich deren Gebühren beispielsweise an der Buchungsmenge pro Kunde orientieren.
Verbrauchsabhängige Abrechnung für Merchants, SaaS & Co.

Verbrauchsabhängige Abrechnung: Online-Marktplatz Fairmondo

Verbrauchsabhängige Abrechnung mit Monsum

Die leistungs- bzw. verbrauchsabhängige Abrechnung kommt wie eben beschrieben für ein Produkt oder ein Geschäftsmodell immer dann in Frage, wenn eine Leistung in unterschiedlichem Umfang genutzt werden kann. Technisch gesehen handelt es sich in der Regel um einmalige Buchungen innerhalb eines Abonnements, mit deren Hilfe bestimmte Dienste abhängig von der Inanspruchnahme des Kunden berechnet werden können. Das o.g. Beispiel des Mobilfunkvertrags lässt sich auf viele weitere Geschäftsmodelle übertragen, der Gedanke ist meist der Gleiche: unabhängig von einem monatlichen Fixbetrag wird eine zusätzliche, verbrauchsabhängige Variable abgerechnet. Das können natürlich Affiliate-Abrechnungen sein, verschiedene Postpaid-Modelle wie Online-Marktplätze kommen in Frage, Postdienstleister, Credit-basierte SaaS-Leistungen uvm.

Wer auf ein solches, verbrauchsabhängiges Abrechnungsmodell  zurückgreifen will, muss dieses über den Support (support@monsum.com) lediglich aktiveren lassen. Im Anschluss an die Aktivierung wird das Produkt angelegt und unter Produkte / Neues Produkt werden regulär die wichtigsten Produktinformationen wie Titel, Beschreibung, Zahlungsintervall und Grundgebühr eingetragen. Das Erstellen einer verbrauchsabhängigen Buchung geschieht anschließend über die API mit dem Befehl „subscription.setusagedata“. Hier ist die Angabe des betroffenen Abonnements sowie die Zuweisung zu einem bestehenden Produkt erforderlich. Eine Übersicht zu den jeweiligen Verbrauchsbuchungen eines Abonnements kann über die Detailseite des jeweiligen Abos (Aufruf eines jeweiligen Abos über Wahl der Abonnements bzw. über die Kundenansicht) bzw. mit dem Befehl „subscription.getusagedata“ auch über die API abgerufen werden (eine Übersicht der API-Befehle finden Sie hier).

Verbrauchsabhängige Abrechnung für Merchants, SaaS & Co.

Verbrauchsabhängige Abrechnung am Beispiel Affiliate-Marketing

Unabhängig von zeitlichem Abstand und Umfang werden über Monsum alle Buchungen automatisch aufsummiert und bei der nächsten automatischen Rechnungsstellung abgerechnet – sind die Grundeinstellungen einmal ausgeführt, muss manuell nichts nachgearbeitet werden. Bei einem monatlichen Zahlungsintervall des Basisprodukts erfolgt also im gleichen Zug eine monatliche Gesamtabrechnung aller verbrauchsabhängigen Buchungen eines Abonnements.

Die Rechnung selbst lässt sich im Corporate Design und in verschiedenen Anordnungen darstellen, sortiert nach Produkt-, Preis- oder der entsprechenden Buchungsbeschreibung. Gleichzeitig übernimmt das Mahnwesen die verwendeten Daten sowie Anordnungen und greift im Falle einer Mahnung darauf zurück.

 

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Abrechnungsmodelle sinnvoll kombinieren

Je nach Geschäftsmodell lassen sich Produkte oft auch in Bezug auf die jeweiligen Abrechnungsmodelle diversifizieren – während Affiliate-Modelle, Online-Marktplätze oder Mobilfunk die klassischen Beispiele sind, eignet sich eine verbrauchsabhängige Abrechnung bzw. die Kombination verschiedener Abrechnungsmethoden für viele weitere Geschäftsmodelle. Ob klassisches Abo, Add-On-Produkte, Freemium-Tarife oder das Einbinden leistungsabhängiger Produkte – schon mit relativ wenig Aufwand kann ein Nutzen für eine breite Kundschaft generiert und neue Zielgruppen können angesprochen werden. Haben Sie weitere Fragen über die verbrauchsabhängige Abrechnung und der korrekten Einbindung verschiedener Abrechnungsmodelle für Ihr Unternehmen? Wir helfen Ihnen, den Workflow optimal zu gestalten und stehen Ihnen in einem unserer Webinare oder auch unter support@monsum.com zur Seite.

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Tobias Rupprecht

Tobias ist bei Monsum verantwortlich für die Produktkommunikation und postet hier regelmäßig aktuelle Entwicklungen, neue Features sowie Tipps und Tricks zur Nutzung der Software.